Was kostet die Anerkennung – und welche Förderung gibt es?
Ein Anerkennungsverfahren kostet meist 100 bis 600 Euro. Der Bund fördert es mit bis zu 600 Euro – aber nur unter vier Bedingungen. Hier steht, welche das sind und wie Sie ausrechnen, was Sie die offene Stelle kostet.
Was ein Anerkennungsverfahren kostet
In der Regel 100 bis 600 Euro. Die genaue Höhe nennt die zuständige Stelle. Dazu kommen Kosten für Übersetzungen und Beglaubigungen.
Zwei Beispiele aus der Pflege: In Baden-Württemberg kostet das Verfahren 100 Euro, für die Berufsurkunde kommen 200 bis 250 Euro dazu. In Hamburg liegt die Gebühr bei 200 bis 500 Euro.
Eine bundesweite Gebührenübersicht gibt es nicht. Die Beträge unterscheiden sich je Bundesland und Stelle. Und: Viele Berufe brauchen gar keine Anerkennung – dann fallen diese Kosten nicht an.
Der Anerkennungszuschuss: bis zu 600 Euro
Der Bund fördert Anerkennungsverfahren mit dem Anerkennungszuschuss. Die Verfahrenskosten werden mit bis zu 600 Euro je Person gefördert, Qualifizierungen mit bis zu 3.000 Euro. Vier Bedingungen sollten Sie kennen:
- Die Person muss schon in Deutschland gemeldet sein. Wer noch im Ausland lebt, bekommt den Zuschuss nicht.
- Das Einkommen darf höchstens 32.000 Euro im Jahr betragen, bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren 50.000 Euro.
- Der Förderantrag muss vor dem Anerkennungsantrag gestellt werden. Wer die Reihenfolge vertauscht, bekommt kein Geld.
- Anträge sind bis zum 30. Juni 2027 möglich. Die Richtlinie gilt bis Ende 2028.
Lebt die Fachkraft noch im Ausland und stellt den Anerkennungsantrag von dort, gibt es den Zuschuss nicht. Warten Sie in diesem Fall nicht auf die Förderung.
Was sich nicht seriös beziffern lässt
Anreise, erste Unterkunft, Einarbeitung und Ihre eigene Zeit kosten Geld – und nicht wenig. Für diese Posten gibt es keine belastbare Quelle. Jede Zahl, die Ihnen jemand ohne Quelle nennt, ist geschätzt.
Rechnen Sie dagegen: Was kostet die offene Stelle?
Diese Rechnung kann Ihnen niemand abnehmen. Beantworten Sie vier Fragen für einen Monat:
- Was verdienen Sie an dieser Stelle, wenn sie besetzt ist – Umsatz minus Kosten der Stelle?
- Was zahlen Sie an Überstunden und Zuschlägen, weil sie offen ist?
- Was haben Sie abgelehnt: Aufträge, Touren, Zimmer, Schichten?
- Was kostet es, wenn einer von den Guten deswegen kündigt?
Zählen Sie zusammen und nehmen Sie das mal die Zahl der Monate, die die Stelle schon offen ist. Danach lesen Sie die Gebühren oben noch einmal.
Lohnt sich das für Ihre Stelle?
Das klären wir in 30 Minuten. Sie sagen uns, wen Sie suchen. Wir sagen Ihnen ehrlich, was realistisch ist und was es kostet.